Mundaneum
Mons
0,19 Km 00:00
Ein idealer Besuch für Liebhaberinnen und Liebhaber des Jugendstils, neugierige Literaturfans und alle, die diskrete Orte voller Sinn und Emotionen lieben unbedingt zu entdecken bei einem Zwischenstopp in Mons.
Hinter einer überraschend schlichten Fassade verbirgt die Maison Losseau eine jener Entdeckungen, die Sie nicht so schnell vergessen. Nur wenige Schritte von der Grand-Place von Mons entfernt, gilt dieses Wohnhaus als ein Juwel des Jugendstils, in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Hier finden Sie keine Linien im Stil Hortas: Das Haus orientiert sich an der raffinierten Ästhetik der École de Nancy, was es in Belgien zu etwas Besonderem macht. Sobald Sie die Schwelle überschreiten, ist die Überraschung vollkommen.
Viele Besucher betonen es: Mit einer solchen ornamentalen Fülle rechnet man nicht. Fein gearbeitete Holzvertäfelungen, kunstvolle Glasfenster, florale Details und harmonische Raumproportionen Die Maison Losseau wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Léon Losseau umgestaltet und bewahrt, als hätte er das Haus gerade erst verlassen. Jeder Raum erzählt von einer Art zu wohnen, zu denken und zu gestalten – in einer zugleich eleganten und intimen Atmosphäre.
Im hinteren Bereich verlängert der Garten den Besuch. Im Frühling blühend, im Winter mit seinen kahlen Bäumen grafisch und majestätisch, bietet er eine wohltuende Auszeit und verstärkt das Gefühl, sich an einem Ort außerhalb der Zeit zu befinden – mitten im Stadtzentrum.
Der Rundgang verbindet das historische Wohnhaus mit einem modernen Interpretationszentrum, das 2015 eröffnet wurde. Dieser zeitgenössische Bereich ermöglicht es Ihnen, den künstlerischen, architektonischen und intellektuellen Kontext des Hauses besser zu verstehen, und beherbergt zugleich Wechselausstellungen, die den Blick auf den Ort immer wieder erneuern.
Der Besuch ist fließend gestaltet und schafft ein ausgewogenes Zusammenspiel zwischen denkmalgeschützter Emotion und zeitgenössischer Perspektive. Sie wechseln von der Kontemplation zur Vertiefung, ohne dass der Zauber der Entdeckung verloren geht.
Die Maison Losseau beherbergt zudem das Centre de Littérature Hennuyère, das möglichst umfassend Werke von Autorinnen und Autoren aus dem Hennegau sowie Publikationen zur Regionalgeschichte sammelt. Ein wahrer Schatz für alle, die sich für Literatur und lokale Erinnerungskultur interessieren.
Zu den eindrucksvollsten Geschichten zählt die Affäre Rimbaud. Sie erzählt von der Entdeckung durch Léon Losseau einer Kiste mit Exemplaren der Originalausgabe von Une saison en enfer, die von Arthur Rimbaud selbst bei einer Brüsseler Druckerei in Auftrag gegeben worden war. Eine schicksalhafte Entdeckung, die dem Besuch eine beinahe romanhafte Dimension verleiht.
Was am Ende bleibt, ist ein Gefühl des Staunens. Das Staunen darüber, einen einzigartigen, noch immer wenig bekannten Ort entdeckt zu haben, an dem Architektur, Geschichte, Literatur und Kunst in seltener Harmonie aufeinandertreffen. Die Maison Losseau lässt sich problemlos in Ihren Tagesablauf integrieren und fügt sich ganz natürlich in einen Spaziergang durch das historische Zentrum von Mons ein.
Freitag, Samstag, Sonntag: 13-18 Uhr • Geschlossen: an Feiertagen und vom 24.12.2026 bis 7.1.2027.
Erwachsene 9€ • Senioren (65+), Kinder (6+), Studenten (<26), Lehrer mit Ausweis und Arbeitssuchende: 7€ • Studenten der UMONS: 2,50€ • Artikel 27: 1,25€ • Kombiticket mit Mundaneum (12€) – mit Le Grand-Hornu (9€)
1 Std.
Preis (mind. 10 Personen) 4€ - Schulgruppen (<12) 1€
Führung Führungen: DE, FR, NL, EN - Max. 25 Personen - 90€ auf Anfrage unter reservations.losseau@gmail.com oder +32 65 39 88 80 • 120€ für die Führung Ideensammler (Maison Losseau + Mundaneum) erhältlich auf Anfrage unter info@mundaneum.be oder +32 65 31 53 43 • 110€ für die Führung Maison Losseau und Centre d'innovation et de Design (Le Grand-Hornu). Buchung über reservations@grand-hornu.be
Weitere Informationen • Laden.
In Mons lädt dich das Maison Losseau ein, das Werk der bildenden Künstlerin Dominique Thirion in der Ausstellung "Rien en moi n’obéit" zu entdecken. Diese Ausstellung eröffnet einen Zyklus, der sich den Verbindungen zwischen zeitgenössischer Kunst und Literatur widmet.
Vom 20. Juni bis zum 1. November 2026 präsentiert das Maison Losseau die Ausstellung "Rien en moi n’obéit" der bildenden Künstlerin Dominique Thirion. Mit dieser Ausstellung eröffnet das Maison Losseau das erste Kapitel von "HORS-TEXTE", einer Ausstellungsreihe, die sich den Wechselwirkungen zwischen zeitgenössischer Kunst und Literatur widmet.
"Rien en moi n’obéit" vereint eine Auswahl aktueller Gemälde der belgischen Künstlerin, von denen einige zum ersten Mal gezeigt werden. Durchdrungen von Literatur im weitesten Sinne eröffnen diese Werke ein Feld voller Resonanzen, Zufälle, Geschichten und Anekdoten. Bei Dominique Thirion erscheint die Malerei als Raum der Freiheit und des Überfließens, in dem Formen, Farben und Zeichen einer inneren Logik folgen, die sich der erwarteten Ordnung entzieht.
Indem er das Maison Losseau in Beschlag nimmt, tritt Dominique Thirion in einen Dialog mit einem Ort, der von Literatur, Architektur und Geschichte geprägt ist.
Ein unverzichtbares zeitgenössisches Werk, das es in einem historischen Raum zu entdecken gilt.